Die flotte Maschseeflotte - das sind die Schiffe:
- MS Niedersachsen
- Europa-enercity (Solarboot)
- MS Hannover
- MS Deutschland
Die Geschichte der Maschseeschifffahrt:
Seit Fertigstellung des Maschsees im Jahre 1936 wird auf dem künstlich angelegten Gewässer auch eine Personenschifffahrt durch die Verkehrsbetriebe der Stadt Hannover (üstra) betrieben. Das erste Fährboot nannte sich schlicht "M.S.1" und wurde am 16. März 1936 zu Wasser gelassen. Zunächst sollte es nur als fehlende Verbindung zwischen den Stadtteilen Südstadt und Ricklingen, die durch den Bau des Sees voneinander "getrennt" wurden, dienen. Schnell wurde allerdings ein regelmäßiger Rundverkehr mit sechs Anlegestellen daraus, denn der Andrang war groß. In der ersten Saison 1936 wurden bereits 375.000 Fahrgäste registriert und so lag es nahe, für die Zukunft weitere Schiffe anzuschaffen. "M.S.2" und "M.S.3" kamen im Jahre 1937 dazu. Die Boote wurden elektrisch betrieben. Hersteller war die Rhein-Werft "Jean Stauf" in Königswinter bei Bonn. Zum Schutz der Boote in Hannover wurde am Westufer des Maschsees ein Bootshaus mit Platz für drei Schiffe angelegt.
Kriegsbedingt ruhte der Schiffsverkehr auf dem Maschsee allerdings ab 1940, die Boote blieben im Bootshaus. Im Jahr 1943 wurden dann bei einem verheerenden Bombenangriff die dort verwahrten Schiffe und das Bootshaus zerstört, die Boote brannten aus.
Jedoch schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schiff "M.S.1" für den Betrieb auf dem Maschsee wieder aufgebaut. So fuhren im Jahre 1949 bereits wieder 200.000 Personen damit. Ab 1950 standen dann auch wieder die "M.S.2" und "M.S.3" zur Verfügung.
1955 fasste die üstra dann den Entschluss, die drei Boote, die nun schon stark rostig waren, durch neue zu ersetzen. Die "MS Deutschland" (Bj. 1958), die "MS Niedersachsen" (Bj. 1960) sowie die "MS Hannover" (Bj. 1964) wurden angeschafft, betrieben wurden sie mit den Motoren der alten Boote aus den 30er Jahren. Sie verfügen über 20 PS starke Motoren und 5 t schwere Batteriesätze, haben einen Tiefgang von 1,10 m, sind zwischen 18 und 20 Meter lang und zwischen 3,77 m und 3,90 m breit, ein Boot wiegt 21 t.
Für die Maschseeschifffahrt, die seit 1997 der Verkehrsbetriebs-Tochter "üstra-Reisen" gehört, wurde im Jahr 2000 noch ein weiteres Boot angeschafft. Der Solarkatamaran "Europa-enercity" mit Glaskuppeldach sollte ursprünglich auf dem Steinhuder Meer Fahrgäste zur Insel Wilhelmstein befördern, wurde dann aber doch auf dem Maschsee eingesetzt. Kenner nennen ihn liebevoll wegen seiner futuristischen Form auch "Nessie, das Ungeheuer vom Loch Masch".
Infos zur Geschichte des Maschsees finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, unter der Rubrik "Etwas Geschichte" auf unserer Homepage.